Desenzano liegt wie ein Amphitheater auf dem moränischen Halbrund, das den unteren See umschließt, und gilt als die Hauptstadt des Gardasees. Der Ort ist reich an Hotelanlagen, Feriendörfern, Campingplätzen, Gaststätten und Wirtshäusern, die über eine ausgezeichnete Küche und berühmte Weine (Lugana, Tocai, Rosso Riviera) verfügen. Außerdem bietet Desenzano viele Sportanlagen (Schwimmbäder, Reitställe, Tennisplätze usw.) und kulturelle Stätten (Stadtmuseum, Bibliothek, Musiksaal, Kongressaal usw.). Sehr charakteristisch ist der aus dem 15. Jh. stammende Wochenmarkt am Dienstag.
In Desenzano fehlen auch günstige Verkehrsverbindungen nicht: Der Bahnhof auf der vielbefahrenen Strecke Mailand-Venedig; die Autobahnausfahrt der "Serenissima"; der Flugplatz "Valerio Catullo" von Verona (etwa 20 km entfernt) sowie der Hauptanlegehafen für Dampfer und Tragflächenboote der Navigarda
Die Herkunft des Namens Desenzano soll nach einigen Forschungen von "fundus Decentianus" herführen. In der Römerzeit breitete sich die Stadt wahrscheinlich auf dem Hang zwischen der Burg und dem See aus und hatte sein Zentrum im königlichen Quartier, Gebiet in dem sich der große archäologische Komplex der römischen Villa befindet. Dieses Quartier entwickelte sich in der Republikanerzeit und dem 5. Jh. n. Chr. Der Hofstaat und die Domäne von Desenzano, welche über eine Kirche und eine Festung verfügten, wechselten 878 zu den Mönchen von S. Zenone von Verona über. Im Jahre 1031 übergab Kaiser Heinrich II. die Grafschaft Bosone I. 1170 brachte Niceta die katharische Ketzerei in diese Gegend und so besaß auch Desenzano einen katharischen Bischof: Johann der Schöne (Giovanni il Bello). Aus Desenzano hingegen stammte der große katharische Denker Giovanni di Lugio. Die Unterdrückung der Ketzerei durch den Scheiterhaufen wurde im Jahre 1276 von dem Bischof von Verona durchgeführt. Unter der Herrschaft von Venedig (1426) war die Stadt Hauptstadt der "quadra" von Campagna und genoss besonders durch den Markt, wo das Getreide der Ebene zusammenfloss, an politischem und wirtschaftlichem Ansehen. Während des Thronfolgerkrieges von Spanien am Anfang des 18. Jh. erfolgten zahlreiche Plünderungen. Am 24. Juni 1859 wurde im Bezirk S. Martino eine der entscheidenden Schlachten des II. Unabhängigkeitskrieges ausgetragen