
Das an Malcesine, Ferrara di Monte Baldo, S. Zeno di Montagna und Torri del Benaco angrenzende Gemeindegebiet breitet sich auf etwa 50 qkm, von den 65 m ü. d. M. des Sees bis zu den 2.200 m des Telegrafo-Gipfels, aus. Es umfaßt die größeren Ortschaften Castello, Castelletto, Marniga, Magugnano, Porto und Assenza sowie die verschiedenen kleineren Ortschaften, welche an den Hängen des Berges verstreut sind (Sommavilla, Biasa, Marniga, Prada, welches auch verschiedene Einrichtungen für den Wintertourismus besitzt). In geringer Entfernung vom Ufer, gegenüber von Assenza, liegt die kleine Insel Trimelone, die bis vor wenigen Jahren ein Militärlager beherbergte. Der Ort Brenzone hat in etwa die Größe und die Eigenschaften von einst erhalten. Der Tourismus stellt die Haupteinnahmequelle des ganzen Seestreifens dar: hier finden Sie eine große Auswahl an Hotels, Residencen und Campingplätzen sowie an zahlreichen Restaurants, in denen man die kulinarischen Spezialitäten dieser Gegend (Fisch, Öl, Wein usw.) kosten kann. Zu erwähnen sind die Aktivitäten des Sportzentrums "Acquafresca" von Assenza und des Circolo nautico (Segelklubs) von Castelletto, welche auf dem See eine der besten Gebiete für Segelregatten besitzen
"Bruncionum", "Branzonus", "Brianzono", "Brenzono" sind die verschiedenen Bezeichnungen, die in den letzten Jahrhunderten wahrscheinlich eine Ansiedlung benannt haben, die sich größtenteils an den Berghängen befand. "Brenzonum" scheint ab der zweiten Hälfte des 8. Jh. in zwei Dokumenten auf. Anschließend verlief die Geschichte dieses Ortes parallel mit der von Verona und Garda. Die Burg wurde im Jahre 1163 zerstört. Der Ort bildete ab 1405 zusammen mit Malcesine und Pai die nördliche Gruppe der "Gardesana dell'Acqua", das Wirtschaftszentrum, das die Republik "Serenissima" von Venedig sich wünschte. Die Machtergreifung Napoleons (1797) beendete die venezianische Herrschaft, welcher die österreichische Herrschaft folgte. Nach Beendigung des III. Unabhängigkeitskrieges trat im Jahre 1866 auch Brenzone dem Italienischen Reich zu.
Der Berg Monte Baldo weist sieben Gletscherkreise auf, darunter auch jene der Gipfel Buse und Telegrafo. Der erste besitzt eine typische Schüsselform und ist umschlossen von dem Costabella-Gipfel (2.062 m) und dem Buse-Gipfel (2.154 m). Der nördliche Hang ist mit Vegetation bedeckt, während der südliche Hang sehr steil und von Felsgeröll bedeckt ist. Der Gletscherkreis des Telegrafo ist doppelt und besteht aus dem Kreis des Telegrafo und weiter unten dem des Nogare-Tals. Von dem Scascaga- (2.136 m) und dem Telegrafo-Gipfel (2.200 m) umschlossen, weist er viel deutlichere Vereisungserscheinungen auf mit imponenten Dolomitbrocken, die eine weitgehende Erosion erlitten haben und von zahlreichen geradlinigen Furchen durchzogen sind. Die Kreise sind leicht über die Schutzhütte Mondini (1500 m) zu erreichen. Man kann auch mit der Seilbahn von Prada hinauffahren. Sehr interessant sind die Fauna und die Flora.