Feuer und Eis Touristik

Der älteste Teil der Stadt befindet sich am Fuße eines Felsens, auf dessen Gipfel sich die Reste der Burg der Grafen von Arco befinden. Auf der großen vom Sarcafluss durchlaufenen Ebene befinden sich in Richtung Dro, Torbole und Riva del Garda die Vororte Bolognano, Caneve, Ceole, Chiarano, Grotta, Massone, Moletta, Oltresarca, Padaro, Pratosaiano, Romarzollo, S. Giorgio, S. Martino, Varignano, Vigne und Vignole. Landwirtschaft (Wein, Olivenöl, Zwetschgen usw.) und Handwerk sind üppig und der Tourismus hat sich gut entwickelt. Er wurde schon in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entwickelt, als unter den Habsburgern Arco als Ziel der gehobenen Gesellschaft Österreichs galt. Noch heute ist Arco Sitz von Luft-Kurkliniken und modernen Hotelstrukturen. Das Klima ist auch im Winter mild und hat der Stadt den Übernamen "Nizza des Trentinos" verliehen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Sport zu betreiben: Wandern, Free-Climbing, Gleitflug, Mountain-Bike, Bogenschießen, Segeln, Surfen, Schwimmen, Fischen, Fußball, Athletik, Squash, Tennis und Reiten.

Die Burg
Im Gegensatz zu ihrer ursprünglichen Form bleibt wenig von der berühmten Burg der Grafen von Arco. Die Gemeinde Arco diente bereits in römischer und langobardischer Zeit als Festung für die ganze Gegend. In der Schutzburg siedelte sich 1124 die Familie an, die von der Stadt den Namen annahm. Die Burg gehörte einige Zeit lang den Scaligern, wurde von den Venezianern belagert und von den Truppen des Generals Vendome bombardiert. So sind die Reste der Burg das Symbol der Stadt geworden.  Durch schattige Olivenhaine führt eine charakteristische kleine Straße den Berg hinauf. Die Burgreste wurden soeben restauriert und beherbergen Veranstaltungen von hohem Niveau.

Ein bisschen Geschichte von ARCO

Schon in der Römer-Zeit formte sich um den Felsen eine Ansiedlung mit einer konsistenten Bevölkerungszunahme. In den überlieferten Schriften wurde Arco seit 771 als langobardisches und karolingisches Dorf erwähnt. Es wechselte zu den Grafen von Arco, nachdem es in das bischöfliche Fürstentum von Trient einbezogen wurde. Den Grafen wurde 1186 die Burg und die Rechtssprechung übergeben. Zwischen 1348 und 1405 war die Stadt der Vorherrschaft der Scaliger und der Belagerung und Inbrandsetzung durch die Venezianer ausgesetzt. Sie galt als Pufferstadt des Trentino für den oberen Gardasee. 1579 nahmen die Grafen von Tirol die Herrschaft ein, bis sie 1614 zum kaiserlichen Lehen zurückkehrte. 1703 wurde die Stadt auf dem Rückzug des Generals Vendome, während des spanischen Sezessionskrieges, von dessen Truppen belagert und geplündert. Mit der Verweltlichung des bischöflichen Fürstentums folgte Arco dem Schicksal des Trentino: Sie gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zu Österreich.