
Singen möcht’ ich nachts,
wenn der Mond hochsteigt:
wenn die Wälder ruhen und es scheint
als schipperte manch Traumschiff rein
und fänd’ sein Glück in der Etsch, die
Dörfer sucht und Städte...
Die Verse des Veroneser Mundartdichters Berto Barbarani (1872-1945) drücken die ganze Leidenschaft aus, die das Leben in Verona bedeutet, dieser Stadt, die eins ist mit ihrem Fluss, der Etsch: nachdem ihre Gewässer das Lagarinatal durchquert haben, fließen sie nun gemächlich der Ebene zu.
Verona ist eine der lebendigsten, faszinierendsten und romantischsten Städte: und gleichzeitig ist sie auch ein wichtiger Verkehrsknoten, der Italien über die Straße und die Schiene mit Österreich und Deutschland verbindet, sie ist ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum, ein aktives Kultur- und Fremdenverkehrszentrum. Die Altstadt, die in die Schlaufe der Etsch gebettet liegt, hat die typische rechtwinklige Struktur der römischen Städte bewahrt. Mit ihren Plätzen, Gassen, den herrschaftlichen Palästen, ihren Kirchen, Häusern, Brücken und Uferpromenaden zieht die Stadt jeden Besucher in ihren Bann.
Verona bietet zu jeder Jahreszeit viele internationale Veranstaltungen, auch wenn die Berühmtesten seit eh und je die Veroneser Landwirtschaftsmesse und die Opernsaison in der Arena sind


Das Amphitheater Veronas, "Arena" genannt, ist unter den römischen Amphitheatern nach dem Kolosseum das zweitgrößte und das am besten erhaltene. Der Bau wurde im ersten Jahrhundert nach Christus gegen Ende der Regierungszeit von Kaiser Augustus errichtet und befand sich ursprünglich außerhalb der Stadtmauern. Erst im Jahre 265, zur Zeit der ersten Barbareninvasionen, wurde er durch die von Kaiser Gallieno erbaute neue Stadtbefestigung eingeschlossen, deren Überreste heute noch in der Piazzetta Mura Gallieno nahe der Arena zu sehen sind. Der ellipsenförmige Grundriß weist außen, in Höhe der beiden Tore, eine Länge von 138,77 m auf. Die eigentliche Arena, d. h. das innere, ausgehobene Oval im Zentrum des Rundbaus, einst Kampfplatz der Gladiatoren, misst in seinen beiden Achsen 73,68 bzw. 44,53 Meter. Die 'Cavea' wird von 45 jeweils 45 Zentimeter hohen Stufen geformt.
Im zehnten Jahrhundert war die Arena fast noch vollständig erhalten. Erst ein Erdbeben im darauffolgenden Jahrhundert brachte die Außenmauer zum Einsturz, und lediglich die bis heute erhaltene sogenannte 'Ala', ein in seiner ganzen Höhe erhaltener Flügel der Außenmauer, aus fünf Pilastern und Arkaden, kann eine Vorstellung vom ursprünglichen Monument vermitteln. Die Unbilden der Jahreszeiten, doch vor allem die zerstörerische Hand des Menschen hätten dieses Amphitheater rasch zu einer Ruine werden lassen, wäre nicht die Bevölkerung seit dem Jahre 1200 bemüht gewesen, das Monument zu restaurieren und in seiner ursprünglichen Konstruktion zu erhalten; so darf die Arena heute als das am besten erhaltene Amphitheater angesehen werden, das Rom während des Imperiums errichtete. Im Jahrhundert des christlichen Zeitalters fanden hier dann zahlreiche Gladiatorenkämpfe statt, die auch von Plinius dem Jüngeren in Erinnerung gebracht wurden; später wurde die Arena Schauplatz der unterschiedlichsten Veranstaltungen: Turniere, Kampfspiele (wie jenes zu Ehren des bayerischen Kurprinzen), Duelle, Stierkämpfe (1805 gehörte Napoleon zu den Zuschauern), Ballettaufführungen, Zirkus- und Prosavorstellungen.
Des öfteren, wie zu Ende des vorigen Jahrhunderts, lief die Bevölkerung in der Arena zusammen, um einen der zahlreichen Ballonaufstiege zu verfolgen.
Am 10. August 1913 schließlich fanden zum ersten Mal die berühmten Opernfestspiele in der Arena statt.
Eine der faszinierendsten, schönsten und bezauberndsten Städte Italiens ist Verona und somit ein Muss für jeden Gardasee-Touristen. Das Stadtbild der geschichtsträchtigen Provinzhauptstadt mit mittlerweile 260.000 Einwohnern wurde von verschiedensten Epochen und Stilrichtungen geprägt. Imposante Bauwerke und Denkmäler, Kirchen, Paläste und Plätze aber auch kleine verwinkelte Gassen und historische Häuserfronten ziehen die Besucher magisch an.
Das pulsierende Herz der Stadt bildet zweifelsohne das gewaltige Amphitheater - die Arena von Verona. Zwischen der Arena, der berühmten Veroneser Promenade Liston und dem neoklassizistischem Rathaus Guardia erstreckt sich die Piazza Bra.
Stadtrundfahrten3 x täglich (um 10:00, 11:40 und 15:30 Uhr), außer montags, starten an der Piazza Bra Gran Guardia Busrundfahrten durch das historische Zentrum mit anschließender Fahrt zu einem auf einem Hügel gelegenen Aussichtspunkt über der Stadt. Für 20.000 ITL kann man anschließend den ganzen Tag die öffentlichen Busverbindungen nutzen. Wie kommt man nach Verona?Vom Gardasee nach Verona (ca. 40km) kommt man mit dem eigenen Auto/Motorrad auf vielen Wegen. Nachdem es jedoch, wie in jeder großen Stadt, kaum Parkmöglichkeiten gibt, bietet sich die Fahrt mit dem Bus oder Zug an. Auto / Motorrad
Bus
Von jedem Ort am Gardasee kann man den Bus nehmen. Nach Verona fahren täglich ca. 15 öffentliche Busse ins Stadtzentrum von Verona. Die Buslinien 62-64 starten in Riva und halten in fast allen Orten auf dieser Strecke. Die Fahrt von Riva dauert ca. 2 Stunden, von Garda aus ca. 1 Stunde. Der letzte Bus von Verona zurück an den Gardasee fährt bereits gegen 19:00 Uhr zurück.
Bahn
Von den Bahnhöfen Desenzano oder Pesciera am Gardasee fahren stündlich Züge zu Veronas Hauptbahnhof Porta Nuova. Von hier aus nimmt man entweder den Stadtbus oder läuft die kurze Strecke ins Zentrum. Die Corso Porta Nuova führt direkt zur Piazza Brà.